Aktuelles
Fachantiquariat für Geschichte und Theorie der Psychoanalyse
Reading Freud's Readings

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1. Freud, Sigmund: Eigenhändiger Brief. Das Thema: "die Überwindung der Widerstände beim Bewußtmachen des U(n)b(e)w(ußten)". - Eigenhändiger Brief an Alfons Maeder mit Unterschrift, Wien, 27.IV.1911. 1 Blatt.
7000,00 €
Inhaltsreicher Brief. "... Ich danke Ihnen sehr für das zweckmäßige, ganz treffende Referat, das ich morgen an Stekel befördern werde. Ich schlage Ihnen nur vor, den Satz auf der ersten Seite abzuändern, der Moll für die kathartische Methode Recht giebt. Denn der wesentliche Effekt wird doch durch die Überwindung der Widerstände beim Bewußtmachen des U(n)b(e)w(ußten) erzielt u(nd) ist bei beiden Verfahren annähernd der nämliche. Unterdeß wird Karl Redlichbei Ihnen eingetroffen sein ...".
Wir folgen der digitalen Freud-Edition: Der Schweizer Psychiater und Psychoanalytiker Alphonse Maeder (auch Alfons Maeder) hat im Jahr 1911 vor allem durch seine Arbeiten zur Traumfunktion und zur Sexualität Meilensteine in der frühen psychoanalytischen Bewegung gesetzt. In diesem Jahr entwickelte er jene Ansichten zur prospektiven (zukunftsgerichteten) Funktion von Träumen, die später zu einer theoretischen Differenz mit Sigmund Freud führten. Obwohl der Ton im Jahr 1911 (mit weiteren Briefen im Mai, Juni und November) noch von kollegialem Respekt und Kooperation geprägt war, bildeten die Briefe dieses Jahres das Fundament für den späteren Konflikt. Maeders Fokus auf die prospektive (zukunftsgerichtete, finale) Funktion des Traumes kollidierte zunehmend mit Freuds Fokus auf die kausale Wunscherfüllung aus der Vergangenheit.
Die “Library of Congress“, das “Freud Archiv“ verzeichnen unter der Archiv Signatur C37F4 lediglich eine Kopie des Originals. - Am Seitenrand ohne Textverlust gelocht.
2. Freud, Sigmund: Über Spinalganglien und Rückenmark des Petromyzon.
Seite 81-167 (in: Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Mathematisch-Naturwissenschaftliche Classe. LXXXVIII. Band.) Wien, K.K. Hof- und Staatsdruckerei in Commission bei Carl Gerold's Sohn, 1879. Mit 15 teils gefalteten Tafeln und 2 Holzschnitten. 289 Seiten. Originalbroschur.
700,00 €
Erstausgabe der 3.Veröffentlichung. - Meyer-Palmedo/Fichtner 1878a. - Vorliegend der ganze Jahrgangsband. - Freud legt mit dieser Studie seine bisher umfangreichste Ausarbeitung vor. Die von ihm angefertigten Zeichnungen wurden wieder von “Schima“ in Lithographien umgesetzt.
Der Band enthält u.a. auch den Erstdruck von E. Fleischl "Untersuchungen über die Gesetze der Nervenerregung V. Abhandlung". Ernst Fleischl Edler von Marxow war ein enger, sehr früh verstorbener Studienfreund von Sigm. Freud, sein Porträt hing in Freuds Ordinationszimmer. -Dazu kurz aus wiki: " Er war Assistent von Ernst Wilhelm von Brücke, dann Prosektor am “Anatomischen Institut“ und Assistent von Carl von Rokitansky. Bei einer Obduktion infizierte er sich an der Hand mit Leichengift, ein Daumen musste amputiert werden. Als Folge davon litt er lebenslang unter schmerzhaften Neuromen im Amputationsstumpf, die sein enger Freund Sigmund Freud ab 1884 mit Kokain zu behandeln versuchte. Die suchtbildende Wirkung wurde dabei erst im Behandlungsverlauf entdeckt, Spätfolgen dieser Verletzung waren dann auch die Ursache seines Todes". - Nur die Falttafeln etwas stockfleckig, sonst sehr gut erhalten.
3. Freud, Sigmund: Über den Bau der Nervenfasern und Nervenzellen beim Flußkrebs. Seite 9-46, 1 Tafel. (in: Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Mathematisch-Naturwissenschaftliche Classe. LXXXV. Band. III. Abteilung. Jahrgang 1882, Heft I bis V). Wien, K.K. Hof- und Staatsdruckerei in Commission bei Carl Gerold's Sohn,1882. Mit 19 tls. gefalteten Tafeln u. 5 Holzstichen. 388 Seiten. Dunkelgrüner Ganzleineneinband mit schwarzem Lederrückenschild und mit goldgeprägtem Reihentitel.
700,00 €
Die sechste Veröffentlichung. - Meyer-Palmedo/Fichtner 1882a. – Hier vorliegend der ganze Jahrgang, das Inhaltsverzeichnis eingebunden zwischen Heft 2 und 3. - Des Weiteren sind Arbeiten von Freuds Kollegen und Lehrern Exner und Brücke enthalten.
Kompletter, großenteils unaufgeschnittener Jahrgang der Berichte. - Rückdeckel des zweiten Heftes miteingebunden. - Titelblatt an den Rändern hinterlegt, sonst gut erhalten.
4. Jaspers, Karl: Eigenhändiger Brief. Ein wertschätzender und kollegialer Brief an Ludwig Binswanger. (Heidelberg), datiert 8.3.1943. 20 Zeilen. 1 Blatt. 29,8 x 21 cm.
1500,00 €
Der Briefbogen links oben gestempelt “Professor Jaspers Heidelberg Plöck 66“. - Jaspers dankt Binswanger für dessen Glückwünsche zu seinem 60. Geburtstag und zu seinem Beitrag in der Festschrift. Er geht auch auf die 4. Auflage der kriegsbedingt noch nicht erschienenen Ausgabe von "Psychopathologie" ein. - Am linken Rand ohne Textverlust gelocht. - Sehr sauber erhalten.
5. Freud, Sigmund: Zur Kenntnis der cerebralen Diplegien des Kindesalters (im Anschluß an die Little'sche Krankheit). (in: Beiträge zur Kinderheilkunde aus dem I. Öffentlichen Kinder-Krankeninstitute in Wien, herausgegeben von Max Kassowitz. Neue Folge. III). Leipzig und Wien, Franz Deuticke, 1893. 1 Blatt, 168 Seiten und 2 Falttafeln. Privater Halbleineneinband mit Rückentitel.
750,00 €
Erstausgabe. - Meyer-Palmedo/Fichtner 1893b. - Bevor Freud die Psychoanalyse begründete, arbeitete er jahrelang als habilitierter Neurologe am “Ersten öffentlichen Kinder-Krankeninstitut Wien“. Er galt als ausgewiesener Experte für die Kinderlähmung u. Hirnreifungsstörungen. Das Buch markiert zusammen mit seinen Arbeiten über Aphasie und die infantile Zerebrallähmung die prä-psychoanalytische, rein naturwissenschaftlich-neurologische Phase von Sigm. Freud. - Sauber erhalten.
6. Freud, Sigmund u.a.: Postkarte mit zehn Unterschriften. Familiengrußkarte zum Jahreswechsel 1911/1912 an die drei Töchter von Marie "Mitzi" Freud in Berlin. Adressiert an Frl. Grete, Lilly Martha Freud Berlin W Bambergerstr. 5. 1911/1912. 9 x 14 cm. Original Postkarte mit einem Wintermotiv nach Florence Hardy.
5000,00 €
Sehr gutes Beispiel für den von Freud zeitlebens intensiv gepflegten Familienzusammenhalt. - Dokumente aus dem engsten Familienkreis Freuds sind selten. - Nach der Zeile "Prosit 1912 Onkel Sigm" folgen zehn Unterschriften, handschriftlich, darunter Ehefrau Martha, die Töchter Anna und Sophie sowie die Söhne Oliver, Martin und Ernst. Des weiteren Freuds jüngere Schwester Rosa, die Haushälterin Paula sowie dem eng zur Familie gehörenden Freund der Söhne Freuds (Hans) Lampl.
Heute befindet sich, dank der unermüdlichen Initiative von Regine Lockot, am Haus Ansbacher Straße 6, dort lebte die Familie bis 1907, eine Gedenktafel der Initiative "Mit Freud in Berlin" mit dem Text: “Ansbacher Straße 6 Marie Freud genannt "Mitzi" (22.03.1861 Wien –1942 Treblinka) Schwester des Begründers der Psychoanalyse, Sigmund Freud“.
Sie lebte von 1898 bis1907 mit ihrem Mann, dem Kaufmann Moritz (Maurice) Freud und ihren Kindern Margarethe, Lilly, Martha Gertrude ("Tom") und Theodor in diesem Haus. 1933 verließ sie Berlin. Marie Freud und drei ihrer Schwestern: Rosa Graf, Adolfine Freud und Pauline Winternitz wurden Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung.
Erwähnt sei, dass die adressierten Nichten später bekannt wurden: Lilly als Vortragskünstlerin Llilly Freud-Marlé und die Nichte Martha Gertrud, die sich als Teenager den Vornamen Tom gab, als Tom Seidmann-Freud war sie erfolgreich mit den von ihr gestalteten Kinderbüchern,
die noch immer gesammelt werden. - Auch die Wintermotive von Florence Hardy sind noch im Handel erhältlich.
Hans Lampl wurde später selbst Psychoanalytiker und seine niederländische Ehefrau, Jeanne Lampl-de Groot, bekam durch ihre Lehranalyse bei Freud und dem sich zwischen den beiden entwickelnden Briefwechsel auch fachliche Bedeutung. - Sehr gut erhalten.
7. Freud, Sigmund: Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift an Hedwig Abraham nach London, nach deren Emigrierung. (Wien) Poststempel 18.V. 34 (?). Illustrierte Original Postkarte.
6000,00 €
Postkarte mit dem Bildfries von Kitzbühl/Tirol. - Im Sommer 1934 verbrachte Sigmund Freud seinen Urlaub bzw. die traditionelle “Sommerfrische“ in einer gemieteten Villa in Grinzing, einem Wiener Stadtrandbezirk (Strassergasse 47), so auch seine Absenderangabe.
Freud schreibt: "Herzlichen Dank für Ihre Grüße! Ich freue mich, daß ihre Übersiedlung die Fortsetzung unserer freundschaftlichen Familienbeziehungen gestattet. Ihr Freud". Die erwähnten Grüße waren wohl Glückwünsche zum 65. Geburtstag Freuds.
Neun Jahre nach dem Tod von Karl Abraham pflegte Freud den Kontakt zu dessen Frau und den beiden Kindern, nimmt an deren Schicksal Anteil und schreibt offen, ein Dokument persönlicher Integrität.
8. Jaspers, Karl: Eigenhändiger Brief mit Unterschrift an den Schweizer Psychiater Walter Morgenthaler, Heidelberg 15.XII.1919. 2 Seiten gelocht.
1500,00 €
Morgenthaler hatte Jaspers zur Mitherausgeberschaft an einem Reihenwerk aufgefordert, er antwortet "... Grundsätzlich bin ich gern bereit, als Mitherausgeber zu zeichnen. Bevor ich aber endgültig zusage, möchte ich Sie auf folgende Punkte aufmerksam machen, die Ihres Einverständnisses bedürfen:
1) Gegenwärtig bin ich nicht mehr von Beruf Psychiater, sondern habe das Extraordinariat für Philosophie in Heidelberg inne (ab 1.4. 20 als Nachfolger von Driesch).
2) Als Beitrag würde ich keine klinische Arbeit liefern, da ich im kommenden Jahre dazu nicht Zeit und Neigung habe, sondern ich würde Ihnen eine Pathographie über Strindberg anbieten, die ich im Zusammenhang mit einer Vorlesung im nächsten Semester (über Psychopathologie) ausarbeiten könnte ..."
Es handelte sich wohl um die berühmt gewordenen „Arbeiten zur angewandten Psychiatrie“ derer erster Band Morgenthalers eigene grundlegende Monographie “Ein Geisteskranker als Künstler“ über das Werk seines schizophrenen Patienten, des Outsider-Art-Künstlers Adolf Wölfl, war. - Ebenso wie diese Studie war auch der zweite Beitrag in der Reihe, das Werk von Hermann Rorschach zur Psychodiagnostik ebenfalls 1921 erschienen. - Als fünfter Band der Reihe erschien dann 1922 die im Brief angekündigte Arbeit von Karl Jaspers zu Strindberg (und van Gogh) unter dem Titel "Strindberg und Van Gogh. Versuch einer pathographischen Analyse und vergleichender Heranziehung von Schwedenborg und Hölderlin". - Knickfalte, allerkleinster Textverlust durch die Lochung.
9. Freud, Sigmund und Sigmund Freud: Spendenaufruf mit seiner eigenhändigen Unterschrift. An die Vorsitzenden der psychoanalytischen Vereinigungen! Wien, Ostern 1932. Gefaltetes Doppelblatt mit eigenhändiger Signatur Freuds.
3900,00 €
Respektlos als "Bettelbrief" bekannt gewordener Spendenaufruf als Appell an die Vorsitzenden der psychoanalytischen Gesellschaften: „Sie haben gehört, daß der Verlag meine Schöpfung ist, mein Kind und Sie wissen, man will seine Kinder nicht überleben, will ihnen vielmehr die Existenz nach seinem eigenen Abgang versichern. Und da ich erkenne, welche schweren Zeiten der Verlag entgegengeht, ist mir in den Sinn gekommen, daß ich die I.Ps.A.Vereinigung auffordern könnte, sich seiner anzunehmen und für seine Zukunft zu sorgen.“ Und weiter "Der Verlag stand bisher in einem lockeren und einseitigen Verhältnis zur Internat. PsA. Vereinigung. Er ist Eigentum einer Ges.m.b.H. (gegenwärtig bestehend aus Dr. Eitingon, Dr. Ferenczi, meiner Tochter Anna und mir), deren Mitglieder niemals daran gedacht haben, Vorteil aus ihm zu ziehen, von denen Eitingon vielmehr beträchtliche Opfer für ihn gebracht hat“.
Auch Freud selbst hatte wenige Jahre später unter dieser Firmenkonstruktion zu leiden, die von ihm als erfolgreichstem Autor des Verlags nicht entnommenen Gewinnanteile musste er vor der Ausreise nach London zwangsweise nachversteuern. Den Charakter der Quer Finanzierung benennt Freud im vorliegenden Schreiben "Nur dadurch, dass meine Veröffentlichungen den relativ größten Absatz fanden, während ich die Honorare für sie beim Verlag nicht behob, wurde er in den Stand gesetzt, die Werke unserer Mitglieder zu drucken".
Die Situation kommentiert psyalpha zutreffend:
"Die Landkarte der Psychoanalyse von 1932 war hochexplosiv: Sie spannte sich theoretisch zwischen der Orthodoxie in Wien, der politisch-marxistischen Avantgarde in Berlin, dem aufstrebenden Pragmatismus in den USA und den theoretischen Neuerungen in London auf. Ein Jahr später, 1933, zerstörten die Nationalsozialisten diese gewachsene europäische Topografie vollständig und verschoben die Landkarte endgültig in den englischsprachigen Raum".
Der unermüdliche Förderer und finanzielle Unterstützer des Verlags Max Eitingon emigrierte bereits 1933 nach Palästina. Neben seiner umfangreichen Bibliothek (sie wurde zugleich die Gründungsbibliothek des “Palestine Institute for Psychoanalysis“, später dann der “Chewrah Psychoanalytith b‘ Erez-Israel“), nahm er auch einige Exemplare des Spendenaufrufs mit. Sie verblieben nach seinem Tod in einer Schublade seines Schreibtisch unter der Verwahrung durch die langjährige Mitarbeiterin und Nachlass Beauftragten Margarete Miriam Brandt. Nach ihrem Tod 1977 übernahm Erich Gumbel etliche dieser Bestände die dann, nach dessen Tod, 1994 in den Handel kamen. - Sehr sauber erhalten.
10. Schliemann, Heinrich: Eigenhändige Korrekturen. Druckfahne aus seinem Werk "Ilios" von 1881 mit seinen eigenhändigen Korrekturen und Ergänzungen. Ein Blatt.
800,00 €
Unikat. - Schönes und gut erhaltenes Dokument von Schliemanns Schreibtisch. Der Text dieser Korrekturfahne, nebst anderer Veränderungen, findet sich im gedruckten Buch auf der Seite 61.
Auf die Bedeutung der Archäologie für das Methodenverständnis von Sigm. Freud wurde an zahlreichen Stellen hingewiesen und das Interesse Freuds an Schliemanns Lebensgeschichte spiegelt sich auch in seiner Bibliothek wieder.
11. Halberstadt, Max: Portraitphotographie von Sigmund Freud im Korbstuhl sitzend mit Zigarre in der erhobenen linken Hand. (Hamburg, Max Halberstadt, 1920). 22,5 x 16,5 cm. Matter getönter Silbergelantineabzug auf Barytpapier.
2000,00 €
Vintage. - Originalabzug der für das Bildgedächtnis des zwanzigsten Jahrhunderts zentralen Pose des Gründers der Psychoanalyse, als Vintage und mit Atelierdokumentation sehr selten. -. Rechts unten mit kleinem geprägtem Photographenstempel und die Rückseite mit großem Stempel: "Jede Reproduktion nur mit meiner Genehmigung und unter Angabe des Urhebertextes: phot. Max Halberstadt Hamburg". - Rückseite oben mit Resten von alter Montage, links unten kleiner Eckausriß im Bereich des Prägestempel.
12. Reich, Wilhelm: Massenpsychologie des Faschismus. Zur Sexualökonomie der politischen Reaktion und zur proletarischen Sexualpolitik. Kopenhagen, Prag, Zürich, Verlag für Sexualpolitik, 1933. 288 Seiten. Unaufgeschnittene Originalbroschur.
300,00 €
Erstausgabe. - Von bekannter Seltenheit.- Vgl. die Veröffentlichungen von Andreas Peglau und das Editorial zur Neuausgabe. - Sternfeld-Tiedemann 407. - Vorderdeckel mit Stempeleintrag des "Funkis Forlag". Aus der Verlagskorrespondenz ist bekannt, dass sich der “Funkis-Verlag“ bereits um die skandinavischen Vertriebsrechte für Reichs "Charakteranalyse" beworben hatte. - Umschlag, v.a. an den Rückenkanten berieben. – Sehr gutes, unaufgeschnittenes Exemplar.
13. Schnitzler, Arthur: Über funktionelle Aphonie und deren Behandlung durch Hypnose und Suggestion Wien, Wilhelm Braumüller, 1889.
30 Seiten, teilweise noch unaufgeschnitten. Originalbroschur.
750,00 €
Erstausgabe. – Doktorarbeit und die erste wissenschaftliche Veröffentlichung, geschrieben unter dem Einfluss von Freuds frühe Forschungen zu Aphasie und Hysterie. - In einem nahezu neuwertigen Exemplar.
14. Grosz, George: “Professor Freud gewidmet“. Farbige Offsetlithographie auf Velin aus der Folge „Ecce homo”. Berlin, Malik, 1922/23. 1 Bl. Unten links mit typographisch gedruckter Blattnummer XI. Blatt 35,8 x 26,3 cm, Darstellung 28,3 x 18,3 cm. Vom Künstler eigenhändig signiert.
Reserviert
Exemplar aus der Vorzugsausgabe A, signiert und mit deutlich sichtbarem Plattenrand. - Die Auflage der Vorzugsausgabe betrug 50 Exemplare. - Vgl. Dückers S1, XI, dort auch zum nachträglich geprägten Plattenrand und zum Verbotsverfahren gegen die Mappe. - Blatt XI von insgesamt 16 Farboffsetdrucken.
In dem lesenswerten Essay "Über alles die Liebe: Food, Sex, and Money in the Work of George Grosz" schreibt M. Kay Flavell von der University of Liverpool: "Where Grosz differs from other artists in his treatment of sex is in his total elimination of the comic element. This is particularly true in Ecce Homo, which includes plates such as "An der Grenze", "On the threshold" dealing with female orgasm, "Rudi S" with its depiction of about fetishist and its explicit reference to Duhren’s work on sadism and masochism, and “Professor Freud gewidmet".
Weiter: "Grosz stands in fact much closer to Freud, whose work he read in the 20s with interest, than he does to Marx. He shares Freud’s pessimistic view of the power of human aggression to uproot the slow growths of civilization and restore barbarism. Social life under any political system remains at bottom a fierce struggle for instinctual gratification". -
Juliane Au schreibt sehr treffend in der Betandsdokumentation der Hamburger Kunsthallte: "In den finanziell angespannten Jahren nach dem Ersten Weltkrieg malte der Künstler und Karikaturist George Grosz kaum in Öl, sondern verlegte sich aufs Zeichnen und Aquarellieren. Im progressiven Malik-Verlag veröffentlichte er mehrere Graphik-Mappen mit Reproduktionen dieser Arbeiten, darunter auch eines seiner bekanntesten Werke: "Ecce homo". Die Mappe umfasst 100 zwischen 1915 und 1922 entstandene Blätter, ihr zentrales Thema ist der Mensch. In hoher gestalterischer Vielfalt sind Graphiken und reproduzierte, farbige Aquarelle vereint, die sowohl groß- als auch kleinbürgerliche sowie Halbwelt-Szenarien zeigen. Die Dargestellten, wiewohl als Typen gezeichnet, lassen sich teilweise als real existierende Persönlichkeiten identifizieren und sind stets in ihren sozialen Zugehörigkeiten erkennbar. In Genreszenen zeigte Grosz unter anderem Wirtshausgäste, Bordellbesucher, Familien im Grünen oder im eigenen Heim. In Darstellungen wie "Lustmord in der Ackerstraße" werden die Konsequenzen eines von sich selbst und den eigenen Empfindungen entfremdeten Lebens in frivolen, gewalttätigen und sexuellen Bildern beschrieben. Grosz präsentierte die Scheinheiligkeit des Bürgertums mit spitzer, satirischer Feder, und so kommentierte der Schriftsteller Max Herrmann-Neiße: “Genau überliefern diese Zeichnungen das wirkliche Gesicht des Deutschland unserer Zeit“. -
Noch im Jahr der Publikation wurde in Berlin gegen Grosz, sowie Julian Gumperz und Wieland Herzfelde, die beiden Inhaber des Malik-Verlages, Anklage erhoben. Ihnen wurden der Verkauf und die Verbreitung “unzüchtiger Abbildungen und Darstellungen“ vorgeworfen. Sie wurden zu einer Geldstrafe von je 500 Goldmark verurteilt,17 Graphiken und 5 Aquarell Reproduktionen sollten aus der Mappe entfernt werden; die entsprechenden Druckplatten waren unbrauchbar zu machen.
Die nationale und internationale Presse schlug sich jedoch auf Grosz‘ Seite und missbilligte dieses Urteil. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde Grosz als “Kulturbolschewist“ verunglimpft. Auch Teile von "Ecce homo" wurden auf mindestens drei Stationen der Ausstellung “Entartete Kunst“ präsentiert, nachweislich in Berlin, Düsseldorf und Hamburg. - Modern gerahmt in Museumsqualität. - Sehr gut erhalten, kleinste Stockflecken an dem durch die Rahmung nicht sichtbaren äußeren Rand.
15. Jacobson, Edith: Widmungsexemplar. The Self and the Object World. (in: Journal of the American Psychoanalytic Association Monograph Series No. 2). New York, Intern. Univ. Press, 1964. XIII, 250 Seiten. Fadengehefteter Originalpappband mit Umschlag.
250,00 €
Vorsatzblatt mit der handschriftlichen Widmung: "Karl Fruchtmann in Erinnerung an unsere anregenden Gespräche mit herzlichen Grüßen Edith Jacobson".
Karl Fruchtmann war ein bedeutender, aber heute weitgehend vergessener Autor, Regisseur und Filmemacher. Er setzte sich in seiner künstlerischen Arbeit neben literarischen Stoffen auch mit den Nachwirkungen der Shoah auseinander. - Inhalt : Introduction - Early Infantile, Preoedipal, and Oedipal Phases - Narcissism, Masochism, and the Concepts of Self and Self Representations - Review of Recent Literature on the Problem of Identity - The Fusions between Self and Object Images and the Earliest Types of Identifications - The Child's Discovery of His Identity and His Advance to Object Relations and Selective Identifications - The Child's Finding of His Sexual Identity and the Building Up of His Ego - Superego Formation and the Period of Latency - The Forestages of Superego Development - The Idealization of the Love Object, Ego-Ideal Formation, and the Development of Superego Identifications - The Organization and Integration of Different Superego Components into a Consolidated Functional System - Developmental Trends in the Latency Child and the Relations of Guilt to Shame and "Inferiority" Conflicts - Puberty and the Period of Adolescence - Puberty Changes and Their Influence on the Experience of Identity and the Relations to the Other Sex - The Instinctual and Emotional Conflicts of the Adolescent and the Remodeling and Growth of His Psychic Structures - The Influence of Normal and Unsuccessful Adolescent Conflict Solution on Postadolesceht Identity Formation and the Further Development of Personality - Bibliography - Der Umschlag gering lädiert, sonst sehr gutes, sauberes Ex.
16. Freud, Sigmund: Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten. Leipzig und Wien, Franz Deuticke, 1905. Titel, 205 Seiten. Halbleder der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel.
500,00 €
Erstausgabe. - Meyer-Palmedo/Fichtner 1905c. - Grinstein 10652. - KLL 10262. - Schon während der Arbeit an der “Traumdeutung“ berichtete Freud seinem Korrespondenzpartner Wilhelm Fliess von den Überlegungen zur “Psychologie des Witzes“. - Das Buch stellt den wichtigsten Beitrag Freuds zur Ästhetik dar. - Es wurde in einer Auflage von 1050 Exemplaren gedruckt. - Zwei alte Bibliotheksstempel auf dem Titelblatt entwidmet, das Exemplar war ehemals in der Sammlung von Haskell Normann und trägt seinen Kollationierungsvermerk.
17. Freud, Sigmund: Jenseits des Lustprinzips. (in: Beihefte zur Internationalen Zeitschrift für Psychoanalyse, 2.) Leipzig, Wien, Zürich, Internationaler Psychoanalytischer Verlag, 1920. 60 Seiten. Originalverlagseinband in Halbleinen.
450,00 €
Meyer-Palmedo/Fichtner 1920g. - Grinstein 10490. - Ideengeschichtlich epochale Studie und einer der seltenen Titel des Verlages. – Der Einband ist im Stil der vom Verlag vollständig aufgebundenen Zeitschriftenserie.
18. Jung, C. G.: Über die Psychologie der Dementia praecox. Ein Versuch. Halle, Marhold, 1907. IV, 179 Seiten. Bedruckte Originalbroschur.
450,00 €
Erstausgabe. - Jung-Merker/Rüf 1907a .- Heirs of Hippocrates 2301: "...He was the first to offer a tentative psychosomatic explanation for dementia praecox, in which the brain was the target organ. This meant that dementia praecox could be understood within a psychoanalytic framework, offering hope for patients who were borderline cases. It was in this book that Jung drew international attention to Freud's fundamental theories". This is the first psychosomatic theory of the origin of schizophrenia. Jung hypothesized that 'complexes', the term he coined to describe constellations of emotionally charged ideas, produced a toxin that impaired mental functioning and released the contents of the complex directly into consciousness. The work influenced Bleuler, Jung's teacher at the Burghölzi Asylum in Zürich, when he proposed the name 'schizophrenia' in 1911“ (vgl. Norman 245).
Besondere Bedeutung verdient das zweiseitige Vorwort, in dem Jung seine Position zu Sigm. Freud ausführlich schildert. - An den Rändern unbeschnitten, die Deckel neu angesetzt, einige Seiten mit Blattverlust aufgeschnitten. Von geringen Gebrauchsspuren abgesehen gutes Exemplar".
19. Gross, Otto: Handschriftlicher Brief an einen nicht namentlich genannten "Herrn Doctor", seine prekäre finanzielle und persönliche Lage beschreibend. o.O. und o.J. 3 Blatt, 21x17 cm.
4000,00 €
Unikat. - Sehr seltenes, persönliches Dokument eines der rebellischsten Schüler Sigm.Freuds. -
Gross schreibt wohl an einen Verleger in Berlin, dem er für die Übersendung eines Reisekostenvorschuss dankt und ihn um Vertragsunterlagen bittet. damit er durch Vorlage bei den Behörden einen für die Reise benötigten Pass beantragen könne. Er selbst lebe derzeit bei seiner Mutter und sei ohne jedes eigene Einkommen.
(vgl. Dehmlow 1918: "29. Mai: Gross in Graz gemeldet, wohnt in der Wohnung der Mutter (Strassoldogasse 6). - ebendort: "3. November: Demonstrationen in Wien. Gross fordert bei einer Zusammenkunft "ziemlich weit draußen im siebenten Bezirk" für sich ein "Ministerium zur Liquidierung der bürgerlichen Familie und Sexualität".
Aus dem Kreis der früheren Otto-Gross-Gesellschaft erhielten wir folgenden Hinweis: "Ich vermute, dass es um die Zeit vom 4.-30. März 1919 geht. In dieser Zeit hat er versucht, nach Berlin zu kommen - unter den von Dir genannten Umständen. Ich glaube, dass er Max Marcuse kontaktiert hat (in Berlin, den er gut kannte) und über diesen (erfolgreich) versucht hat, die „Drei Aufsätze ..." bei Marcus und Weber (die waren allerdings in Bonn) unterzubringen. Sicher wird ihm Mizzi Kuh geholfen haben, die Sachen zusammen zu bekommen. Aber: Ich kann mich natürlich völlig irren."
Jedenfalls gelang es Gross nach Berlin zu kommen, wo er dann im Winter 1920 verstarb. - Das einfache Schreibpapier ist nachgedunkelt, das erste Blatt mit kleinem Lichtschatten, Einriss und in der mittleren Knickfalte etwas eingerissen.
20. Andreas-Salomé, Lou: Widmungsexemplar. Ródinka. Russische Erinnerung. Jena, Diederichs, 1923. IV, 259 Seiten, 2 Blatt. Originalhalbleinen mit goldgeprägtem Rückentitel.
580,00 €
Erstausgabe. - Handschriftliche Widmung auf dem Vorsatzblatt mit Bleistift: "Otto Klingenberg zum 26.XII.22 von seiner alten Lou". - Das Buch selbst mit der gedruckten Widmung: "An Anna Freud, ihr zu erzählen von dem, was ich am tiefsten geliebt habe".
Otto Klingenberg, war der Ehemann von Helene Klingenberg mit der Lou Andreas-Salomé ab 1897 eine enge Freundschaft schloss. Nach ihrer Heirat mit dem Architekten Klingenberg zog sie 1899 nach Berlin. Über Helene Klingenberg und ihr harmonisches Familienleben schrieb Lou Andreas-Salomé in ihrem Lebensrückblick.
In einer Besprechung der Neuausgabe urteilte Rolf Löchel: "Lou Andreas-Salomés Erzählung lässt sich eine geradezu bemerkenswerte Handlungsarmut bescheinigen. Fast fühlt man sich gar an Stifters „Nachsommer“ erinnert. Obwohl sich die Ereignisse in „Rôdinka“ nicht eben überschlagen, entfaltet die Autorin die Persönlichkeiten ihrer Figuren eindrücklich, und leuchtet dabei nicht zuletzt die langjährige Hassliebe zwischen einer Mutter und ihrem Sohn aus. Vor allem aber taucht Andreas-Salomé ihre Lesenden in die ländliche Atmosphäre eines Landstriches, in dem die Zeit stehengeblieben scheint und sich „unbewohnte Strecken, die Menschen von Menschen schieden und die wenig zahlreichen Städte von der großen Einsamkeit, maßlos dehnten“. - Einband etwas begriffen und Vorderdeckel berieben, sonst sauber erhalten.
21. Freud, Sigmund und Albert Einstein: Konvolut. Warum Krieg? Why war? Pourquoi la Guerre? Waarom Oorlog? Paris (und Amsterdam), Internationales Institut für geistige Zusammenarbeit/Völkerbund,1933. 62 Seiten. Originalbroschur.
1800,00 €
Erste Auflage einer limitierten Ausgabe von 2000 Exemplaren. - Konvolut von vier Ausgaben dieses Briefwechsels und Dialoges zwischen Freud und Einstein.
Beiliegend: zwei Werbezettel des “Völkerbundes“ mit Werbung für das Buch, ein Exemplar in deutscher und eines in französischer Sprache. – Außerdem beiliegend: ein nicht namentlich gekennzeichnetes Typoskript einer italienischen Übersetzung des Textes, diese mit einigen handschriftlichen Korrekturen.
22. Fließ, Wilhelm: Über den ursächlichen Zusammenhang von Nase und Geschlechtsorgan. Zugleich ein Beitrag zur Nervenphysiologie. Zweite, vermehrte Auflage. Halle, Marhold, 1910. IV, 60 Seiten. Originalbroschur.
250,00 €
Erweiterte Neuauflage des bereits 1902 erschienen Textes mit einem neuen Vorwort und der Widerlegung der Kritiker im Schlusskapitel.
Aus dem Vorbesitz des Berliner Arztes, Schriftstellers, Dichters und Philosophen Karl Gustav Heinrich Döhmann (1897–1975) mit seinem handschriftlichen Namenseintrag auf dem Titelblatt. Döhmann gehörte zur Berliner Bohème und schrieb unter dem Pseudonym “Edgar Firn“ dadaistische Lieder, die bei A.R. Meyer erschienen sind.
23. Fließ, Wilhelm: Die Beziehungen zwischen Nase und weiblichen Geschlechtsorganen. In ihrer biologischen Bedeutung dargestellt. Leipzig und Wien, Franz Deuticke, 1897. VIII, 237 Seiten. Originalbroschur.
500,00 €
Erstausgabe, durchaus selten. - Das wichtigste Buch des “Geburtshelfers der Psychoanalyse“. In diesem Werk beschreibt Fliess erstmals seine Theorie der Reflexneurose und behauptet einen direkten nervlichen Reflexkreis zwischen der Nasenschleimhaut und den weiblichen Genitalien. Mit Hilfe der Berliner Charité wird er versuchen Regelschmerzen (Dysmenorrhoe) und andere sexuelle Beschwerden zu heilen, indem er diese Nasenareale mit Kokain betäubte, verätzte oder ausbrannte (kauterisierte).
Bisexualität, Periodizität und Biorhythmus sind zentrale Begriffe im Denken von Wilhelm Fliess, ihre Bedeutung hat sich bis in die Gegenwart erhalten. Frühere Arbeiten von Fliess wurden u.a. auch von Arthur Schnitzler rezensiert.
Durch die Vermittlung von Josef Breuer wurden Fliess und Freud miteinander bekannt. Es begann der legendäre Briefwechsel über 17 Jahre von dem knapp 300 Briefe Freuds erhalten sind. Freud ließ sich nicht nur selbst von Fliess behandeln, er vermittelte auch Patientinnen an ihn. Der tragische Behandlungsfehler bei Emma Eckstein konnte Freuds Loyalität nicht beeinflussen, erst später setzte ein langsamer Prozess der Entfremdung und Trennung ein. - Trotz damals großer Popularität sind die Arbeiten zur nasalen Reflexneurose selten im Handel.
Umschlag fleckig und lädiert, Rückenbezug oben mit kleiner Fehlstelle, Rücken laienhaft mit transparentem Streifen fixiert. Buchblock unbeschnitten, kleine Stauchung, sonst sauber erhalten.
24. Adler, Alfred: Über den nervösen Charakter. Grundzüge einer vergleichenden Individualpsychologie und Psychotherapie. Von Dr. Alfred Adler. Vorwort von Alfred Adler. Wiesbaden, Verlag von J. F. Bergmann, 1912. 4 Blatt,195 Seiten, 6 Blatt Verlagswerbung. Originalleinen.
450,00 €
Erstausgabe des Grundlagenwerks der Individualpsychologie. - Garrison/Morton 4985.1. - Grinstein 405. - Erst in der dritten Auflage machte Adler die Tatsache öffentlich, dass es sich bei dem Text um eine von Wagner-Jauregg abgelehnte Habilitationsschrift handelt. In seiner 1907 publizierten Studie über Minderwertigkeit von Organen legte Adler seinen Standpunkt und seine neuen Ideen dar und begründete damit die Schule der Individualpsychologie. Er wies auf den Zusammenhang zwischen der Organminderwertigkeit und deren körperlichen und psychischen Kompensation und Überkompensation hin.
Nach dem Bruch mit Freud gründete Adler 1912 eine eigene Gesellschaft für freie Psychoanalyse, den “Verein für Freie Psychoanalytische Forschung“, 1913 umbenannt in “Verein für Individualpsychologie. Seine Lehre bezeichnete er als Individualpsychologie, weil er in seiner Arztpraxis zu dem Schluss kam, dass jeder Patient als Unwiederholbar-Einmaliges, als Individuum und als Ganzheit körperlich zu behandeln und psychisch zu verstehen sei. Adler formulierte die Grundzüge seiner Lehre in seinem theoretischen Hauptwerk. Über den nervösen Charakter (1912), in dem er die Normalpsychologie und die Psychopathologie in einem Konzept vereinigte. Mit diesem Buch schaffte die Individualpsychologie in der Fachliteratur den Durchbruch als Alternative zur Psychoanalyse.
Im Jahr 1913 erschienenen Buch “Heilen und Bilden - Ein Buch der Erziehungskunst für Ärzte und Pädagogen“ stellten Adler und seine Schüler die Entwicklung der Individualpsychologie in der Erziehungsarbeit dar.
1914 kam es zur Gründung der "Internationalen Zeitschrift für Individualpsychologie". … (wiki) “... Wie in der Organminderwertigkeitslehre ist in der vergleichenden Individualpsychologie die empirische Grundlage dazu benützt, ein fiktives Maß der Norm aufzustellen, um Grade der Ab-weichung daran messen und vergleichen zu können. In beiden Wissensgebieten rechnet die vergleichende Forschung mit der Herkunft des Phänomens, misst daran die Gegenwart und sucht die Linie der Zukunft aus ihnen abzuleiten. Diese Betrachtungsweise führt uns dahin, den Zwang der Entwickelung und die pathologische Ausgestaltung als das Ergebnis eines Kampfes anzusehen, der im Gebiet des Organischen um die Gleichgewichtserhaltung, um Leistungsfähigkeit und Domestikation entbrennt; die gleiche Kampfbereitschaft in der Psyche steht unter der Leitung einer fiktiven Persönlichkeitsidee, deren Wirksamkeit bis zum Aufbau des nervösen Charakters und der nervösen Symptome reicht. Wird so im Organischen ,,das Individuum eine einheitliche Gemeinschaft, in der alle Teile zu einem gleichartigen Zweck zusammenwirken" (Virchow).
“ … bauen sich die mannigfachen Fähigkeiten und Regungen des Organismus zu einer planvoll gerichteten, einheitlichen Persönlichkeit aus, dann können wir jede einzelne Lebenserscheinung derart erfassen, als ob in ihr Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft samt einer übergeordneten, leitenden Idee in Spuren vorhanden wären. Auf diesem Wege hat sich dem Autor dieses Buches ergeben, dass jeder kleinste Zug des Seelenlebens von einer planvollen Dynamik durchflossen ist. Die vergleichende Individualpsychologie erblickt in jedem psychischen Geschehen den Abdruck, sozusagen ein Symbol des einheitlich gerichteten Lebensplanes, der in der Psychologie der Neurosen und Psychosen nur deutlicher zutage tritt“. (Vorwort A. Adler)
Inhalt: Vorwort. - Theoretischer Teil. - Einleitung. - I. Kapitel. Ursprung und Entwickelung des Gefühls der Minderwertigkeit und dessen Folgen. - II. Kapitel. Die psychische Kompensation und ihre Vorbereitung. - III. Kapitel. Die verstärkte Fiktion als leitende Idee in der Neurose. - Praktischer Teil. - I. Kapitel. Geiz. - Misstrauen. - Neid. - Grausamkeit. - Herabsetzende Kritik des Nervösen. - Neurotische Apperzeption. - Altersneurosen. - Formen- und Intensitätswandel der Fiktion. - Organjargon. - II. Kapitel. Neurotische Grenzerweiterung durch Askese, Liebe, Reisewut, Verbrechen. - Simulation und Neurose. - Minderwertigkeitsgefühl des weiblichen Geschlechts. - Zweck des Ideals. - Zweifel als Ausdruck des psychischen Hermaphroditismus. - Masturbation und Neurose. - Der "Inzestkomplex" als Symbol der Herrschsucht. - Das Wesen des Wahns. - III. Kapitel. Nervöse Prinzipien. - Mitleid, Koketterie, Narzissmus. - Psychischer Hermaphroditismus. - Halluzinatorische Sicherung. - Tugend, Gewissen, Pedanterie, Wahrheitsfanatismus. - IV. Kapitel. Entwertungstendenz. - Trotz und Wildheit. - Sexualbeziehungen des Nervösen als Gleichnis. - Symbolische Entmannung. - Gefühl der Verkürztheit. - Der Lebensplan der Manngleichheit. - Simulation und Neurose. - Ersatz der Männlichkeit. - Ungeduld, Unzufriedenheit und Verschlossenheit. - V. Kapitel. Grausamkeit. - Gewissen. - Perversion und Neurose. - VI. Kapitel. Oben-Unten. - Berufswahl. - Mondsucht. - Gegensätzlichkeit des Denkens. - Erhöhung der Persönlichkeit durch Entwertung Anderer. - Eifersucht. - Neurotische Hilfeleistung. - Autorität. - Denken in Gegensätzen und männlicher Protest. - Zögernde Attitüde und Ehe. - Die Attitüde nach aufwärts als Symbol des Lebens. - Masturbationszwang. - Nervöser Wissensdrang. - VII. Kapitel. Pünktlichkeit. - Der Erste sein wollen. - Homosexualität und Perversion als Symbol. - Schamhaftigkeit und Exhibition. - Treue und Untreue. - Eifersucht. - VIII. Kapitel. Furcht vor dem Partner. - Das Ideal in der Neurose. - Schlaflosigkeit und Schlafzwang. - Neurotischer Vergleich von Mann und Frau. - Formen der Furcht vor der Frau. - IX. Kapitel. Selbstvorwürfe, Selbstquälerei, Bußfertigkeit und Askese. - Flagellation. - Neurosen bei Kindern. - Selbstmord und Selbstmordideen. - X. Kapitel. Familiensinn des Nervösen. - Trotz und Gehorsam. - Schweigsamkeit und Geschwätzigkeit. - Die Umkehrungstendenz - Schluss. - Zitierte Schriften des Autors. - Sehr sauber erhalten, farbfrisch und fest in der Bindung. Titelblatt mit sehr kleinem Stempelaufdruck, die Zahl 18 in einem Kreis.
25. Freud, Anna: Exemplar Heinz Hartmann. Das Ich und die Abwehrmechanismen. Wien, Internationaler Psychoanalytischer Verlag, 1936. 206 Seiten. Originalleinen.
380,00 €
Erstausgabe des theoretischen Hauptwerks. - Grinstein 10318. - Exemplar aus dem Vorbesitz von Heinz Hartmann mit seinem eigenhändigen Namenseintrag auf dem Vorsatzblatt und einigen wenigen Anstreichungen und Anmerkungen mit Bleistift.
Anna Freud und Heinz Hartmann gelten gemeinsam als die wichtigsten Begründer der Ich-Psychologie. Letzterer ergänzte das Strukturmodell der Psyche von Freud und führte den Terminus „Selbst“ in die Psychoanalyse ein, welches er als einen Teil des Ichs auffasst. Damit konnten, als Ergänzung des Ichs, auch Aspekte des Selbsterlebens beschrieben werden. - Das theoretische Hauptwerk von Anna Freud. Von Hitschmann ist das Zitat überliefert: "Einst stand Freud vor uns und lehrte uns die Triebe, jetzt ist es seine Tochter und sie lehrt uns die Abwehr". - Die Autorin tritt mit ihrem Buch der Meinung entgegen, die Psychoanalyse beschäftige sich ausschließlich mit dem Unbewussten. In Wahrheit sei das Objekt der Analyse immer das Ich und eine Störungen gewesen; die Erforschung des Unbewussten diene nur zu seiner Wiederherstellung. Im einzelnen werden Abwehrvorgänge des Ichs analysiert, zum Beispiel die Verleugnung in der Phantasie, die Ich-Einschränkung, die Identifizierung mit dem Angreifer. - Einband und Buchblock nachgedunkelt und gering fleckig, die Innengelenke nicht mehr sehr fest.
26. Freud, Sigmund: Der Wahn und die Träume in W. Jensens "Gradiva". (in: Schriften zur angewandten Seelenkunde. 1. Heft). Wien und Leipzig, Hugo Heller, 1907. 2 Blatt, 81 Seiten. Illustrierte Originalbroschur.
450,00 €
Erstausgabe. - Exemplare der ersten Bindequote sind selten. - Meyer-Palmedo/Fichtner 1907a. - Noch im gleichen Jahr erschien die Titelauflage mit neuem Umschlag aber gleichen Buchblöcken bei Deuticke, Leipzig und Wien.
Erwähnenswert ist auch der als "Anzeige" des Verlags betitelte Text von Sigm. Freud als Herausgeber der neuen Schriftenreihe. Darin wirbt er für Meinungspluralismus und redaktioneller Unabhängigkeit zukünftiger Beiträger. - Die Figur der Gradiva, von der gleichnamigen Novelle von Wilhelm Jensen ikonisch eingeführt, wurde zu einem Symbol der Psychoanalyse. - Der Umschlag etwas lichtrandig und sehr gering fleckig, Seiten- und unterer Rand unbeschnitten.
27. Mill, John Stuart und (Übersetzer) Sigmund Freud: Ueber Frauenemancipation; Plat ; Arbeiterfrage; Socialismus. (= Gesammelte Werke. autorisierte Uebersetzung unter Redaction von Theodor Gomperz, Zwölfter Band. Vermischte Schriften III). Leipzig, Fues, 1880. Reihentitel, Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, 228 Seiten und 1 Blatt Verbesserungen. Halbleder der Zeit mit zwei Lederrückenschildchen.
900,00 €
Erste Ausgabe der ersten Übersetzungsarbeit Freuds. – First Edition of Freud's translation of Mill's four essays, Freud's only major non-scientific publication. Norman F156. - Seine Fünfte Veröffentlichung. - Meyer-Palmedo/Fichtner 1880a. - Stammhammer 1, 150 für Mill. -
In einem Brief an Silberstein vom 10. August 1879 berichtet Freud von der Arbeit an der Übersetzung und benennt dabei nur den Tell über Plato. Von Gomperz, dessen Seminare Freud zeitweise besuchte, war er als Nachfolger des verstorbenen Eduard Wessel mit der Übersetzung beauftragt worden, der von ihm jetzt abhängende 12. Band beendete die Herausgabe der Werke nach über 10 Jahren.
28. Reik, Theodor: Der Schrecken. Psychoanalytische Studien von Theodor Reik. Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Wien, 1929. 178 Seiten. Orig.-Leineneinband mit der Originalbauchbinde.
250,00 €
Erste Buchausgabe. - Theodor Reik war ein österreichisch-amerikanischer Psychoanalytiker (12. Mai 1888 Wien - 31. Dezember 1969 New York).
" Die folgenden Aufsätze, die aus den Jahren 1924-1927 stammen, enthalten neue Beiträge, Ergänzungen und Korrekturen zu einer psychoanalytischen Theorie, die ich in einem, größeren Werke "Geständniszwang und Strafbedürfnis" (Internationale Psychoanalytische Bibliothek, Band XVIII) 1926 veröffentlicht habe. Auch sie stellen die Beziehungen zwischen den Mächten des menschlichen Trieblebens und jener psychischen Instanz, welche die Psychoanalyse als Über-Ich bezeichnet, in den Mittelpunkt der Untersuchung. Es ist mir bekannt, daß die einzelnen hier vorliegenden Aufsätze einen verschiedenen Grad von psychologischer Vertiefung aufweisen. Sie wollen auch ihren fragmentarischen und einseitigen Charakter keineswegs verleugnen. " (Vorwort Th. Reik) - Inhalt: Vorbemerkung - Der Schrecken - Libido und Schuldgefühl - Über den Zusammenhang von Haß und Angst - Der Traum von der Theorie des Geständniszwanges - Verzeihung und Rache - Erfolg und unbewußte Gewissensangst - Der Glaube an die ausgleichende Gerechtigkeit - Zur Psychogenese des Über-Ichs. - Sehr sauberes und farbfrisches Exemplar mit der überaus seltenen Bauchbinde.
29. Wolff, Toni: Widmungsexemplar. Einführung in die Grundlagen der Komplexen Psychologie. Sonderabdruck. Berlin, Springer, 1935. 168 Seiten. Neu aufgezogene Originalbroschur.
Verkauft
Titelblatt mit handschriftlicher Widmung der Autorin “Martha zur Erinnerung an die Ostertage in Heidelberg Toni April 1936". - Nicht im Handel. Seltener Sonderabdruck aus "Die kulturelle Bedeutung der Komplexen Psychologie“, herausgegeben vom Psychologischen Club Zürich mit eigener Seitenzählung.
Die 1888 in Zürich geborene Toni Anna (Antonia) Wolff begann 1910 eine Analyse bei C.G. Jung und wurde seine engste Mitarbeiterin und später offizielle Zweitfrau. Auf Wolff gehen die Grundkonzepte von Anima und Animus sowie das Denkbild der Persona zurück. Ihr wirklicher Einfluss auf das Jungianische Denken und die Analytische Psychologie wurde zeitlebens unterschätzt. - Der hier vorliegende Text u.a. mit einem Kapitel "Der psychologische Energiebegriff". - Neu aufgezogen und sauber erhalten.
30. Freud, Sigmund: Zur Auffassung der Aphasien. Eine kritische Studie. Leipzig und Wien, Deuticke, 1891. Mit 10 Holzschnitten im Text. 107 Seiten. Halbleinen der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel und marmorierten Deckelbezügen.
3800,00 €
Erstausgabe der ersten Buchveröffentlichung. - Meyer-Palmedo / Fichtner 1891b. - Eins von nur 257 nachweislich verkauften Exemplaren einer Gesamtauflage von 850, die restlichen wurden. laut der erhaltenen Honorarabrechnung des Verlags, neun Jahre nach Erscheinen eingestampft. Wie hier vorliegend ohne Bibliotheksinventarisierung besonders selten.
Die Arbeit markiert den Übergang von Freuds neurologischem zum etwas später als psychoanalytisch bezeichneten Ansatz, die Vorstellung von klar anatomisch verortbaren Bereichen für Sprachstörungen wird einer dynamischen Sichtweise gegenüber gestellt. -Wir verweisen auf die Forschungsarbeit von Herrn Dr. Erwin Kaiser, Berlin, der nachweist dass Freud seine Sprachauffassung bis zu seinem Tod nicht verändert hat.
Zwischen 1877 und 1900 veröffentlichte Freud etwa 100 Artikel zu neurologischen Fragen und wurde 1885 Privatdozent für Nervenkrankheiten. 1886 eröffnete Freud seine Privatpraxis als Facharzt für Nervenleiden, 1891 erschien “Zur Auffassung der Aphasien“ [Sprachstörungen], die Freud Breuer widmete.
Unter Aphasie versteht man eine Reihe von erworbenen Störungen in der Aufnahme oder in der Ausübung der artikulierten Sprache, welche noch die Bedingung erfüllen, dass sie nicht durch Erkrankung der peripherischen Apparate für die Sprachaufnahme (Gehörorgan) oder für die Sprachausführung (Sprachmuskulatur) zu Stande gekommen sind, und nicht von einer allgemeinen Trübung der Gehirnleistung herrühren (Koma, Psychosen). Diese Erkenntnisse führen dann bis 1914 „Zur Einführung des Narzissmus“. – Das Vorsatzblatt mit kleinem Eckausschnitt, zwei Heftklammern mit Rostspuren, Buchblock mittig gering offen, aber fest in der Bindung.
31. Franz, Marie-Louise von: (mit Beilage) C. G. Jung. Sein Mythos in unserer Zeit. (in: Wirkung und Gestalt, 10). Frauenfeld, Stuttgart: Huber, 1972. 381 S. Originalleinen mit Schutzumschlag.
150,00 €
Erste Ausgabe. - Exemplar aus dem Vorbesitz der Musiktherapeutin Dr. Hildemarie Streich mit einem beiliegenden, etwas verblassten handschriftlichen Brief der Autorin an sie datiert vom 7.3.73. mit mehr privaten Inhalts "komme durch die Postlawine nicht mehr durch", berichtet von einem Besuch in Wien "zum ersten Mal. Es war sehr schön", und "im Juni. werde ich der concedent in Küsnacht sein", wo sie die Empfängerin des Briefes dann wiederzusehen hofft. – Verlags-Text: Die eigentlich neue Leistung Jungs ist seine Auffassung des Unbewussten als schöpferischen Mutterboden der Kulturen und seine Neuinterpretation religiöser Phänomene. - Buchblock mit kleinem Fleck und der Umschlag etwas begriffen.
32. Franz, Marie-Louise von: Mit Beilagen. Zahl und Zeit. Psychologische Überlegungen zu einer Annäherung von Tiefenpsychologie und Physik. Stuttgart, Klett, 1970. 286 S. Mit zahlr. Abbildungen. Originalleinen mit Schutzumschlag.
300,00 €
Erste Ausgabe - Exemplar aus dem Vorbesitz der Musiktherapeutin Dr. Hildemarie Streich mit sechs handschriftlichen Karten und Briefen sowie der Traueranzeige von und für Marie-Louise von Franz.
Hildemarie Streich war Ehrenmitglied der Berliner C. G. Jung Gesellschaft und aktiv beteiligt bei der Gründung der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft. Bei einer Eranos-Tagung machte sie die Bekanntschaft mit der wichtigsten Schülerin von C.G. Jung, Marie-Luise von Franz. Die beiliegende Korrespondenz mit meist persönlichen Berichten und Grüßen, Wünschen zum Jahreswechsel und kleinen Einblicken in den Alltag.
Inhalt: Die Zahl als gemeinsamer Anordner von Psyche und Materie: Das Problem der Einheit von Psyche und Materie - Bildvorstellungen und mathematische Strukturen in ihrer Beziehung zum Unus Mundus - Die Zahl als Urmanifestation des Geistes und als unabdingbare Eigenschaft der Materie - Die Struktur der ersten vier Zahlen: Die Zahl als zeitbedingt unterscheidbare Qualität eines Einskontinuums - Die Zwei als ein Symmetrien und dadurch beobachtbare Inhalte erzeugender Rhythmus des Einskontinuums - Die Drei als Rhythmuskonfiguration von prozeßhaften Aktualisationen im menschlichen Bewusstsein und in der Körperwelt - Die Vier als Ganzheitsmodell des Einskontinuums in den relativ geschlossenen Strukturen im menschlichen Bewusstsein und in der Körperwelt - Das Feld des kollektiven Unbewussten und seine innere Dynamik: Archetypen und Zahlen als "Felder" von rhythmischen Entfaltungssequenzen - Die Zahlen als isomorphe Bewegungskonfigurationen der psychischen und physikalischen Energie - Historische mathematische Modelle des Unus Mundus: Historische Mandala-Modelle als innerpsychisches Äquivalent des Unus Mundus -Divinatorische, mnemotechnische und kybernetische Mandalas - Der Archetypus des Zahlenspieles als Grundlage der Wahrscheinlichkeitsrechnung und des Zahlenorakels - Die Zahl und die parapsychologischen Aspekte des Synchronizitätsprinzipes: Zahl, Zeit und Synchronizität - Der Unus Mundus als Welt des Geistes und der "Geister" - Zahl, Synchronizität und Konjunktion. - Umschlag mit kleinen Flecken, sonst gutes Exemplar.
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